Der tiefschwarze Kandidat

ZeitNähe zu Putin, mehr Europa, Atomkraft: Der französische Präsidentschaftskandidat Fillon wäre für Deutschland ein zum Teil unangenehmer Partner. Der Mann mit den roten Socken und tiefschwarzen Überzeugungen könnte auch in Europa eine Menge verändern: François Fillon, frisch gekürter Präsidentschaftskandidat der französischen Republikaner, hat ein ultraliberales Programm: Er will 500.000 Beamtenstellen streichen, Steuern für Unternehmen senken und die Arbeitszeit im öffentlichen Dienst von derzeit 35 Stunden auf 39 Stunden erhöhen. Der Hobby-Rennfahrer verkauft sich als radikalen Reformer. 

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UKIP ‘used EU cash’ for Brexit campaign

EuractivUKIP allegedly used almost half a million euros of EU cash to pay for its Brexit and election campaigns, in breach of European Parliament rules. According to the audit, taxpayers’ money was used to pay for polling before the UK general election, and the EU referendum by the Alliance for Direct Democracy in Europe, which is dominated by UKIP.

Some other parties have been asked to return funds, most of the time because cash went unspent. But none have been hit with a bill of similar size.

A decision will be made on Monday on whether to force the party to pay back more than €170,000. An ADDE spokesman said the party was prepared to go to court.

The secrecy and complexity of European Parliament funding and expenses rules create a culture that encourages the kind of abuse that UKIP is accused of.

The Parliament spends nearly €40 million a year on 751 MEPs’ “general expenditure allowances”, payments they receive on top of their €96,240 a year salaries.

The allowance is roughly €4,299 per month per MEP in 2014. It is meant to cover the costs of offices, telephones and computers, but israrely, if ever, scrutinised.

Last year, a group of 29 journalists took the European Parliament to court in a bid to make MEPs’ expenses more transparent.

Simply by turning up to work and signing in, MEPs can pocket €304 a day, without having to show as much as a receipt.

After dealing with the UKIP funding scandal, the Parliament should bring its own house in order and introduce some proper standards of financial transparency and accountability.

By James Crisp

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Schulz gives up European Parliament to return to politics

EuractivHe will not seek a third term at the helm. Instead he will run for the Bundestag. A top job in a future Merkel coalition beckons. The decision has weakened Jean-Claude Juncker’s grip on the European Commission presidency. Juncker made no secret of his desire for his old pal to stand again. He even threatened to quit if Schulz skipped town, according to reports later strenuously denied by his officials.

Schulz had backed Juncker for Commission president. Juncker backed Schulz. They both backed Donald Tusk, and Tusk backed both of them.

In many ways it was the classic EU stitch-up. The European People’s Party and Socialists and Democrats working hand in glove andbehind closed doors to defang any dissent.

Supporters of such grand coalitions claim they are necessary to stop so-called populists derailing the European project.

Well, the populists are doing pretty well at the moment. Possibly because the two biggest European political parties are in bed with each other.

I don’t want my socialists and my conservatives agreeing on everything. I want them at each other’s throats, fighting for what they are meant to be standing for.

But that didn’t happen under Schulz. Instead you had a gaggle of neutered MEPs swallowing down whatever was precooked by Martin and Jean-Claude.

Today, Juncker said his good relationship with Schulz had led to a harmonious relationship between the Commission and Parliament.

It led to a whipped, tamed parliament that could, at best, make a show of scrutiny before falling into line.

Despite what some in Brussels believe, people aren’t stupid. They know sham democracy when they see it.

By James Crisp

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« Et si on arrêtait les conneries… ? » Daniel Cohn-Bendit – 14 décembre 2016 19h à Nantes – STEREOLUX

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« Et si on arrêtait les conneries… ? » Le livre publié, il y a quelques mois, par Daniel Cohn-Bendit, sert de toile de fond à cette nouvelle conférence-débat organisée par le « Collectif du 30 novembre » qui réaffirme plus que jamais sa conviction qu’il appartient désormais à la société civile de s’emparer de cette réflexion.

Cette soirée sera également l’occasion de retrouver Pape DIOUF, journaliste et exprésident de l’OM, mais aussi témoin engagé de ce système politique à bout de souffle, qui a proposé une alternative citoyenne aux Marseillais en s’appuyant sur des forces vives de la société civile, lors des municipales 2014 à Marseille, avec les listes « Changer la donne ». Son expérience et son regard seront des contrepoints précieux au propos de Daniel COHN-BENDIT.

Rassira El Moaddem, Directrice du Bondy Blog, animera cette conférencedébat.

LE COLLECTIF 3011

Pour toute information relative à cet événement : collectif3011@gmail.com

Entrée Libre

 

 

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Was bedeutet der Trump-Sieg für deutsche Arbeitnehmer?

DGBWie wirkt sich der Wahlsieg von Donald Trump auf die deutsche Wirtschaft und damit auf Arbeitsplätze in Deutschland aus? Welche Branche könnte besonders betroffen sein? Was bedeutet ein US-Präsident Trump eigentlich für TTIP?  Und warum kam die wohl zynischste Reaktion auf Trumps Wahlsieg von einem Heidelberger Zementhersteller? Wir haben die Antworten.

Eine Reihe von Experten sieht die Wahl Donald Trumps mit Blick auf die wirtschaftliche Entwicklung äußerst kritisch – weil der neue US-Kurs massiven Einfluss auf die Weltwirtschaft und damit auch auf deutsche Arbeitsplätze haben könnte.

« …weil der neue US-Kurs massiven Einfluss auf die Weltwirtschaft und damit auch auf deutsche Arbeitsplätze haben könnte. »

Prognosen nach unten korrigieren – « Risiko für die Weltwirtschaft »

Das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) meint, Trumps Wahlsieg « könnte auch die Wachstumsaussichten für die deutsche Wirtschaft deutlich verschlechtern ». Laut Konjunkturbarometer des IMK ist die Wahrscheinlichkeit für einen wirtschaftlichen Abschwung in Deutschland zwar leicht gesunken – allerdings lag der Stichtag für die Konjunkturdaten vor der US-Wahl: Die Reaktionen und möglichen Folgen von Trumps Sieg konnten also noch nicht in die Prognose einfließen.

« Wenn Donald Trump wirklich das umsetzt, was er im Wahlkampf angekündigt hat, werden wir unsere Prognosen signifikant nach unten korrigieren müssen », erklärt IMK-Direktor Gustav Horn. Auch IMK-Experte Peter Hohlfeld ist überzeugt: « Sollte Donald Trump tatsächlich die protektionistischen Maßnahmen ergreifen, die er im Wahlkampf angekündigt hat, werden die USA zum Risiko für die weltwirtschaftliche Entwicklung. »

DGB fordert nach Trumps Sieg einen Kurswechsel in der deutschen Wirtschaftspolitik

Der DGB hofft, dass Trumps Wahlsieg in Deutschland für ein Umdenken sorgt. Es brauche « einen Kurswechsel in der Wirtschaftspolitik. Vor allem bei der Elite der ökonomischen Zunft », heißt im DGB-klartext (Ausgabe 42/2016). Der Trump-Sieg habe gezeigt, « welche Folgen es haben kann, wenn Politik Abstiegsängste und soziale Probleme vernachlässigt ». Der DGB-klartext kritisiert vor allem den Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (SVR) – die so genannten Wirtschaftsweisen. Diese hatten in ihrem kürzlich vorgelegten Jahresbericht erneut unverändert neoliberale Positionen gepredigt. Unter anderem forderten die Wirtschaftsweisen weiter staatliche Sparpolitik, eine Ausweitung des Niedriglohnsektors und die « Rente mit 71 ». Lediglich Peter Bofinger sprach sich als einziger « Wirtschaftsweiser » gegen diesen neoliberalen Mainstream aus, lobt der DGB-klartext.

Bofinger: Unsicherheit nach Wahl « Gift für die Weltwirtschaft »

« Wirtschaftlich ist das größte Problem nun die große Unsicherheit », sagte Bofinger dem Tagesspiegel. « Trump ist unberechenbar. Man weiß nicht, was er politisch, was er ökonomisch nun tatsächlich vorhat. Für die Weltwirtschaft ist diese Unsicherheit Gift. » Zumindest in diesem Punkt stimmt Bofinger mit Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW), überein: Die « unabsehbare Ungewissheit » nach dem Ergebnis der US-Präsidentschaftswahl belaste Finanzmärkte und Investitionen, so Hüther auf Twitter. « Wenn Trump zu machen versucht, was er im Wahlkampf so ziemlich wirr und zusammenhanglos erzählt hat, dann heißt das Abschottung, Isolation, Diskriminierung und explodierende Staatsverschuldung », meint Hüther gegenüber dem Tagesspiegel. « Die deutsche Wirtschaft wird nicht mehr so einfach auf die USA als Exportzielland Nummer 1 setzen können. »

Welche Branchen sind in Deutschland besonders vom Export abhängig?

Denn die USA sind für die deutsche Wirtschaft immer noch das größte Exportland: Deutschland exportierte 2015 Waren im Wert von 113,9 Milliarden Euro in die Vereinigten Staaten. Eine wirtschaftliche Abschottungspolitik der USA hätte also auch massive Folgen für die deutsche Wirtschaft. Zu den Haupt-Exportbranchen gehören in Deutschland die Automobil- und Fahrzeugindustrie, der Maschinenbau, die Elektroindustrie und die Optische Industrie sowie die Chemische und die Pharmaindustrie (siehe Grafik).

Deutsche Exporte 2015 nach BranchenGarfik: DGB; Daten: Statistisches Bundesamt

DAX-Konzern HeidelbergCement: « Das spült Geld in die Kassen »

Eine der zynischsten Reaktionen auf Trumps Wahlsieg gab es von einem deutschen DAX-Konzern-Manager: Bernd Scheifele, Vorstandsvorsitzender von HeidelbergCement, meint zwar auch, dass die Unsicherheit über den Kurs der USA kurzfristig Nachteile habe. Doch mittelfristig sei er « positiv gestimmt », so Scheifele. Denn HeidelbergCement ist als Zementlieferant auch in Arizona und Texas aktiv: Wenn Trump sein Wahlversprechen tatsächlich wahr macht, eine Mauer an der Grenze zu Mexiko zu bauen, winken dem DAX-Konzern volle Auftragsbücher.

Und wenn dann noch der Dollarkurs wegen der Unsicherheiten an den Finanzmärkten nach der US-Wahl steige, wäre das für HeidelbergCement aufgrund der Währungsgewinne positiv. « Das spült ordentlich in die Kasse », wird Scheifele etwa im Manager Magazinzitiert.

« TTIP hat keine Chance mehr »

Für das geplante transatlantische Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA dürfte Trumps Präsidentschaft allerdings das endgültige Aus bedeuten, meinen viele Ökonomen. TTIP habe « keine Chance mehr », so etwa IMK-Direktor Gustav Horn. Das sei aber « beileibe auch kein Schaden ». Auch der DGB lehnt TTIP in der vorliegenden Form ab. Der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann hatte bereits Anfang September 2016 gesagt, er gebe « TTIP zum gegenwärtigen Zeitpunkt überhaupt keine Chance ». Das Abkommen sei « in der politischen Realität gescheitert ».

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Greece : Strike on Thursday 24 November against more flexibility and flexible contracts on civil servants

EpsuDear Colleagues, Dear Friends,

Our Greek colleagues of Adedy will be on a 24h strike on Thursday 24 November. They are protesting the new measures to impose more flexibility and flexible contracts on civil servants.  

For more information please:www.epsu.org/article/solidarity-greek-civil-servants-general-strike-24-november

Our colleagues appreciate your message of support in English or your language: Adedy  adedyed@adedy.gr

Thanks for sending our colleagues a message of support.

In Solidarity,

Jan Willem Goudriaan

EPSU General Secretary

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La corruption perçue comme un problème majeur en Europe

logo_tribune_petit_0_0Les citoyens européens interrogés par Transparency international ont exprimé leur insatisfaction à l’égard de la corruption qui règne dans leur pays. Dans le contexte de la montée des extrêmes, ces résultats alarmants indiquent que les efforts faits en matière de lutte contre l’argent sale semblent insuffisants.

« La corruption est un problème significatif à travers l’Europe et les régions d’Asie centrale » a récemment affirmé le président de Transparency international José Ugaz. Le dernier baromètre publié par l’ONG sur la perception des citoyens relative à la corruption en Europe est alarmant. Sur les 60.000 personnes interrogées à travers 42 pays, un tiers pense que la corruption constitue un problème majeur. Quelques pays comme l’Arménie, la Bosnie, la Lituanie, la Moldavie, et la Russie « sont marquées par une perception élevée de la corruption parmi les parlementaires, un fort taux de corruption et un environnement social négatif pour engager des actions contre la corruption. »

Une forte perception de la corruption dans les pays de l’Est

D’après les résultats obtenus, les habitants d’Europe de l’Est considèrent la corruption comme un problème majeur dans leurs pays. Plus de 60% des interrogés ont exprimé cette opinion en Moldavie, au Kosovo et en Ukraine. A l’inverse, peu de répondants en Allemagne, Suède et en Suisse perçoivent ce phénomène comme un souci. En France, 23% des personnes questionnées estiment la corruption comme problématique.

Des mesures anticorruption jugées insatisfaisantes

Les sondés se révèlent insatisfaits des actions prises par leurs gouvernement respectifs pour lutter contre la corruption. Plus de la moitié (53%) déclarent que leur gouvernement se comporte mal pour combattre ce fléau et moins d’un quart se déclarent satisfaits des mesures prises. Les gouvernements ukrainien (86%), moldave (84%), bosniaque (82%) et espagnol (80%) sont les instances les plus mal jugées par leurs citoyens. A l’inverse, les Suisses, Suédois et Portugais sont en grande majorité satisfaits des actions de leurs gouvernements. Les Français semblent insatisfaits en majorité (64%) de l’action de leurs dirigeants. La place de la France à ce sujet se situe juste après le Kosovo et l’Arménie.

Une influence trop importante

Plus de 57% des citoyens interrogés pensent que les personnes aisées influencent souvent les décisions des gouvernements dans leur propre intérêt. Le même groupe de sondés demande ainsi que des mesures plus strictes devraient être mises en place pour prévenir et enrayer ce type de phénomène. Seulement 13% des citoyens considèrent que leurs dirigeants appliquent des actions positives pour mettre fin à ce type d’action. Le juriste péruvien et président de Transparency international José Ugaz juge que :

 » Dans les pays de l’UE, beaucoup de citoyens voient comment la richesse et des membres du gouvernement tournent le système à leur avantage […] Pour mettre fin à ces troublantes et profondes relations entre la richesse, le pouvoir et la corruption, les gouvernements doivent atteindre des hauts niveaux de transparence. »

Le cas de la France

Un quart des Français (23%) considèrent que la corruption ne fait pas partie des trois problèmes majeurs auxquels la France est confrontée. En revanche, l’enquête montre que les citoyens sont en grande majorité déçus de l’action de leur gouvernement. 74% des répondants indiquent également qu’il est socialement acceptable de signaler des faits de corruption. Mais en réalité, ils sont peu à le faire en raison d’une peur des conséquences engendrées par ce type de dénonciation.

De fortes recommandations

L’organisation internationale recommande d’établir plus de règles de transparence en matière de lobbying et de mettre en place un registre public des acteurs de ce secteur. Transparency encourage également les pays à adopter une législation protectrice pour les lanceurs d’alerte. Enfin l’ONG conseille aux gouvernements de soutenir les journalistes et les lanceurs d’alerte dans leur divulgation.

 Par Grégoire Normand

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Trump, Brexit, and the Rise of Populism: Economic Have-Nots and Cultural Backlash

harvardAbstract: Rising support for populist parties has disrupted the politics of many Western societies. What explains this phenomenon? Two theories are examined here. Perhaps the most widely-held view of mass support for populism — the economic insecurity perspective–emphasizes the consequences of profound changes transforming the workforce and society in post-industrial economies. Alternatively, the cultural backlash thesis suggests that support can be explained as a retro reaction by once predominant sectors of the population to progressive value change. To consider these arguments, Part I develops the conceptual and theoretical framework. Part II of the study uses the 2014 Chapel Hill Expert Survey (CHES) to identify the ideological location of 268 political parties in 31 European countries. Part III compares the pattern of European party competition at national-level. Part IV uses the pooled European Social Survey 1-6 (2002-2014) to examine the cross-national evidence at individual level for the impact of the economic insecurity and cultural values as predictors of voting for populist parties. Part V summarizes the key findings and considers their implications. Overall, we find the most consistent evidence supporting the cultural backlash thesis.

By Ronald F. Inglehart and Pippa Norris

All the texte :

https://research.hks.harvard.edu/publications/getFile.aspx?Id=1401

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Jean Quatremer : Trump: l’UE sonnée

LibérationC’est un choc sans précédent pour l’Union, un « Brexit puissance trois »pour reprendre l’expression du président élu. Au-delà de la personnalité même de Donald Trump, dont l’idéologie n’est pas très éloignée de celle de l’extrême droite européenne, c’est la première fois de son histoire qu’elle va être confrontée à un chef de l’État américain farouchement isolationniste, tant sur le plan commercial que militaire, et hostile à la construction communautaire. Ainsi, le 24 juin, au lendemain du référendum britannique, Trump s’était félicité d’un résultat qualifié « d’extraordinaire » et de « fantastique ». Un changement de paradigme dont les conséquences n’ont pas fini de se faire sentir sur le vieux continent, non seulement pour sa sécurité face à une Russie agressive, mais aussi pour l’existence même du projet européen : « il faut éviter que l’Union, infiniment plus fragile que les États, ne soit, après le Brexit et la victoire de Trump, la future victime de ce rejet des élites et du système », dit-on dans l’entourage de François Hollande, « car elle n’y résisterait pas ».

Les causes qui ont conduit à l’élection du candidat républicain existent aussi en Europe et pourraient produire les mêmes effets, comme le constate Paul Magnette, le ministre-président de la Région wallonne, qui a mené le combat de la résistance au CETA, l’accord de libre-échange avec le Canada. L’Europe est, elle aussi, confrontée à une désindustrialisation, certes variable selon les pays, mais réels dans ceux où l’extrême-droite progresse. « C’est l’échec d’une idéologie, celle du libéralisme », assure José Bové, député européen EELV : « Trump l’a bien compris. Quand il allait dans l’Iowa où les usines ont fermé, il balançait son discours protectionniste et ça a marché. Car, depuis les années 80, la logique de la supériorité du commerce l’a emporté, aux États-Unis comme chez nous, sur toute préoccupation sociale ou environnementale. Pire : la gauche ne s’est pas distinguée sur ce plan de la droite ». « Même si seulement 15 % de la désindustrialisation est causée par le libre échange, le reste étant dû aux progrès technologiques et aux gains de productivité, il est plus facile de dénoncer les produits chinois, car le discours raciste est infiniment plus compréhensible pour les gens », estime Paul Magnette.

D’ailleurs, en Grande-Bretagne, c’est la classe moyenne, oubliée de la « mondialisation heureuse », qui a donné la victoire au Brexit, le rejet du libre-échange passant, comme aux États-Unis, par celui de l’immigration. C’est là qu’est le danger pour l’Europe. « Il y a une réapparition d’un discours de haine dans tous nos pays », se désole le député européen Alain Lamassoure, proche d’Alain Juppé (LR), un constat partagé par José Bové : « la logique de haine se développe. On est vraiment dans les années 30 où les fascistes surfaient sur une vague protectionniste en reprenant le discours social de la gauche ». « Ce que l’on croyait exclu, un risque démocratique chez nous ou des conflits internes, n’est plus très éloigné », s’alarme un conseiller du chef de l’État français : « il n’y a plus d’espace pour un projet confédéral en Europe comme le voulait Séguin ou Chevènement : aujourd’hui, on voit clairement, avec la Pologne ou la Hongrie, que la logique de fermeture des frontières conduit à un risque démocratique ».

Il faut donc d’urgence revoir le logiciel européen afin de le relégitimer « Ca n’est pas pour rien qu’une libérale comme Theresa May a promis une politique industrielle afin de renouer avec cette classe moyenne déclassée ou en voie de déclassement », constate-t-on à Paris : « il faut donc que l’Europe montre d’urgence qu’elle protège et qu’elle est capable de mieux défendre ses intérêts unis que désunis. De ce point de vue, la réforme des instruments de défense commerciale proposée hier par la Commission va dans le bon sens ». Il faut aussi qu’elle renoue avec la politique industrielle de ses débuts, abandonnée sous l’influence de Londres, et remette en cause son idéologie libre-échangiste : « il faut clairement abandonner le TAFTA, l’accord de libre-échange avec les États-Unis. Si la Commission ne change pas de cap, elle fera le lit du populisme » met en garde Paul Magnette et, ajoute José Bové, « elle se suicidera ». De même, l’Union devrait tirer officiellement un trait sur son élargissement permanent et dire à la Turquie qu’elle n’entrera jamais dans l’Union.

Enfin, bien sûr, l’Union va devoir démontrer qu’elle est capable de se défendre militairement: avec Trump, « le couplage entre la défense américaine et européenne est terminé », constate Alain Lamassoure, et il ne faudra plus compter sur une aide militaire gratuite et inconditionnelle comme il l’a lui-même annoncé. « C’est une menace, mais cela peut aussi être une chance, car Trump va nous obliger à bouger », espère Paul Magnette. Et là, les pays d’Europe de l’Est, déjà en partie aux mains des populistes, seront demandeurs. Bref, l’avenir est sombre, mais pas totalement désespéré.

N.B.: version longue de mon article paru le 10 novembre dans Libération.

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Revue de presse] Election de Donald Trump : l’Europe devra s’adapter aux vues hétérodoxes du nouveau président

Toute l'EuropeIsolationniste, protectionniste, climato-sceptique… les idées du futur président des Etats-Unis laissent présager des relations transatlantiques profondément modifiées. A ce propos, Jean-Claude Juncker, président de la Commission européenne, et Donald Tusk, président du Conseil européen, ont invité Donald Trump à un sommet Union européenne/Etats-Unis le plus tôt possible. Les Etats-Unis sont un partenaire majeur pour l’Europe et les dirigeants européens ont bien conscience que, même si leur vision du monde diffère radicalement de celle de leur homologue américain, il faudra néanmoins composer avec lui pendant au moins quatre ans.

Un changement de paradigme pour l’Union européenne

Dans les colonnes de Libération, Jean Quatremer évoque « un choc sans précédent pour l’Union européenne, un ‘Brexit puissance trois’, pour reprendre l’expression du président élu« . Jamais dans son histoire l’Union européenne n’avait été « confrontée à un chef de l’Etat américain farouchement isolationniste, tant sur le plan commercial que militaire, et hostile à la construction communautaire« . Le journaliste rappelle à ce titre que Donald Trump avait salué la décision des Britanniques de quitter l’Union européenne, en qualifiant le résultat du scrutin du 23 juin dernier d' »extraordinaire » et de « fantastique« .

Les dirigeants européens ne peuvent néanmoins se permettre de sacrifier la relation transatlantique. Les Etats-Unis non plus, selon Donald Tusk. Le président du Conseil européen ne croit pas « qu’un pays aujourd’hui puisse prétendre à être grand en restant isolé« , faisant ainsi référence au slogan de campagne du président républicain « Rendre sa grandeur à l’Amérique » [Le Point avec l’AFP]. « L’Europe et les Etats-Unis n’ont tout simplement pas d’autre option que de coopérer aussi étroitement que possible« , a-t-il également affirmé dans une déclaration au nom des 28 Etats membres.

  1. Tusk ne cache néanmoins pas ses préoccupations : « Tout en respectant le choix démocratique du peuple américain, nous sommes en même temps conscients des nouveaux défis que ce résultat apporte. L’un d’entre eux est ce moment d’incertitude sur l’avenir de nos relations transatlantiques« .

Pour Philippe Herzog, président-fondateur du think tank Confrontations Europe interrogé par Les Echos, il est urgent que les Européens s’unissent : « Une Amérique qui s’isole va obliger l’Europe à se comporter de manière autonome vis-à-vis des Etats-Unis. […] Il est impératif que les Vingt-Sept parviennent à définir leurs propres choix de manière collective. Ils vont devoir affirmer leur position dans les institutions internationales, comme le G20 et le FMI, alors qu’aujourd’hui, l’Europe est dispersée et désunie« .

Une Europe obligée d’adapter ses politiques extérieure et intérieure

La remise en cause des accords de libre-échange voulue par Donald Trump change radicalement la donne pour les Européens. « L’Europe s’est jusqu’à présent bâtie, sous la protection des Etats-Unis, comme un espace de libre-échange dont les progrès étaient nécessairement liés à ceux du commerce international. Que peut-il se passer si la première économie mondiale ne joue plus le jeu et devient un simple concurrent, à l’instar de la Chine?« , s’interroge L’Express.

Interrogé par l’hebdomadaire, Olivier Passet, directeur des synthèses chez l’institut Xerfi, est alarmiste : « Les Etats-Unis sortiraient de leur rôle de leader bienveillant et l’Europe, incapable de se coordonner, en paierait le prix fort […]. Avec Trump au pouvoir, l’Europe pourrait être confrontée à une concurrence fiscale et sociale« . Lionel Fontagné, professeur à l’université Paris I Panthéon-Sorbonne, est plus modéré : « Les Etats-Unis sont une grande démocratie et le président ne peut pas décider de tout. Toute politique commerciale unilatérale générerait mécaniquement un jugement à l’OMC, avec des représailles légales« . « Dans cette perspective où les intérêts économiques nationaux deviendraient des motifs de guerre commerciale, les grandes multinationales américaines comme Apple, Amazon, Google ou Nike deviennent paradoxalement des facteurs de stabilité« , analyse l’Express. Lionel Fontagné estime qu' »elles vont exercer une pression énorme sur les républicains« . « Un drôle de parapluie pour la construction européenne« , conclut l’hebdomadaire.

Interviewé par Le Figaro, l’ancien ministre des Affaires étrangères Laurent Fabius considère qu’il est trop tôt pour tirer des conclusions définitives à la suite de cette élection : « J’ai le sentiment que cette victoire ample nous renseigne plus sur l’état du pays, sur son humeur profonde faite de colère et de frustrations, que sur la politique qui sera effectivement suivie par le nouveau président, encore entachée d’incertitudes« , a-t-il déclaré.

Toujours est-il que Louis Grech, vice-Premier ministre maltais, dont le pays prend la présidence tournante du Conseil de l’UE pendant le premier semestre 2017, a affirmé le 9 novembre aux ambassadeurs européens que cette élection était une mise à l’épreuve pour l’Union [Euractiv].

Une mise à l’épreuve pour ses relations extérieures mais aussi intérieures. Le populisme a le vent en poupe en Europe. « La victoire de Donald Trump apparaîtra désormais comme son modèle« , s’inquiète La Tribune. L’auteur de l’article estime que les partis traditionnels doivent maintenant apporter « une réponse à ce danger« . Néanmoins, « Il semble évident qu’ils ne peuvent plus se contenter de la défense d’un modèle de croissance qui a échoué et qu’ils doivent proposer des alternatives à leurs propres erreurs et des réponses aux inquiétudes des électeurs. Et cela, sans ‘perdre son âme’ et tomber dans la singerie des programmes de l’extrême-droite, ce qui ne conduit qu’au renforcement de ces mouvements. Une tâche qui semble des plus délicates« .

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Thierry Mandon: «Ce qui craque sous nos yeux, c’est l’architecture du pouvoir»

mediapartLe secrétaire d’État à la recherche et à l’enseignement supérieur estime que le livre « Un président ne devrait pas dire ça… » est le « symptôme » de la crise des institutions de la Ve République. Thierry Mandon propose une réforme, allant du rôle du président de la République à la fabrique de la loi, en passant par la haute administration. Sans être certain d’être entendu.

Soutien d’Arnaud Montebourg lors de la primaire de 2011, et partisan de longue date d’une VIe République, le député socialiste Thierry Mandon est désormais secrétaire d’État à la recherche et à l’enseignement supérieur du gouvernement. Dans un entretien à Mediapart, il analyse la déflagration provoquée par le livre des journalistes du Monde Gérard Davet et Fabrice Lhomme « Un président ne devrait pas dire ça… »(Stock, 2016), qui remet en question la candidature à un second mandat de François Hollande.Selon Mandon, il s’agit d’abord et avant tout d’un « symptôme », celui d’une crise institutionnelle provoquée notamment par l’instauration du quinquennat et l’inversion du calendrier. Réforme du rôle présidentiel, de celui du premier ministre, de l’Assemblée et de la haute administration : le secrétaire d’État, qui a remis avant l’été ses propositions au chef de l’État, veut « tout changer ». Pour l’instant, il n’a pas été entendu.Le livre des journalistes Gérard Davet et Fabrice Lhomme « Un président ne devrait pas dire ça… » est-il pour vous une faute personnelle, celle du président de la République, et/ou une illustration de la faillite d’un système, la VeRépublique ? Thierry Mandon. Ce livre est l’aboutissement d’un dérèglement institutionnel. Il relève davantage de causes systémiques que de raisons personnelles. Depuis l’instauration du quinquennat et l’inversion du calendrier, les présidents ont déserté malgré eux la fonction présidentielle à laquelle les Français sont inconsciemment très attachés. Ils sont devenus des super chefs de gouvernement, qui passent leur temps à courir après l’actualité. Cette course effrénée les conduit sans cesse à commenter, à justifier, à réagir. Ils perdent toute capacité de projection, de recul, de distance, de fourniture de sens.Ce livre est un symptôme. Il dit que la figure présidentielle à laquelle les Français sont attachés n’existe plus. Et qu’à la place, on a un nouveau président, tiré vers la quotidienneté et l’immédiateté, et qui ce faisant ajoute au trouble que produit l’abandon de la figure présidentielle idéale. Les Français ont besoin d’une assurance vie. À leurs yeux, le président incarne cette garantie ultime de la place de la France dans le monde, une vision de l’État, une stabilité, quels que soient les tumultes du monde, une identité et une projection dans l’avenir. C’est anthropologique, comme le montre le livre de Pierre Legendre, Fantômes de l’État en France.Ces causes systémiques rencontrent-elles une personne, en l’occurrence François Hollande, ou plus généralement une génération politique très gestionnaire ? Elles rencontrent une façon de faire de la politique.En quoi ? [Silence] Si l’on réfléchit aux présidents depuis le début de la Ve République, parallèlement à l’instauration du quinquennat est apparue une génération de leaders politiques qui n’est pas fascinée par l’Histoire ni par les flux très longs. On n’a jamais autant parlé de roman national depuis qu’il n’y a plus de romancier.François Mitterrand passait son temps à lire des livres – il le scénarisait, certes, mais authentiquement. Il était passionné par l’histoire multiséculaire de la France. Je ne suis pas certain que ce soit le cas des présidents qui lui ont succédé. Ce n’est pas le côté gestionnaire qui est en jeu. C’est plutôt un rapport à la politique qui est un rapport problème-solution. C’est une vision de la politique comme un opérateur politique.Est-ce lié à leur formation ?Oui, mais aussi à la façon dont ils structurent leur entourage et à la capacité de ces responsables à aller trop vite aux solutions avant de se poser les questions. La décision politique aujourd’hui est atrophiée, parce qu’elle n’est pas irriguée par les savoirs qui se sont développés dans la société, avec l’élévation du niveau de la connaissance et le numérique.Nous vivons dans une société beaucoup plus mûre et beaucoup plus outillée, mais avec une décision politique en vase clos, avec les mêmes “experts”, détenteurs du pouvoir, qui ont fait les mêmes études, qui viennent des mêmes milieux sociaux, qui, très souvent, font les mêmes dîners en ville, et qui ne consultent personne.Mais pensez-vous que ce soit le quinquennat en soi qui produise cet affaissement démocratique, ou bien ceux qui ont été élus ? Le quinquennat a abouti à une Ve République bis. Il produit deux choses : de la dépendance et de l’isolement. Le président est élu en même temps que sa “tribu”. Il devient chef de bande. Dans ces conditions, la majorité procède plus, dans sa légitimité démocratique, du président que du premier ministre, qui en devient l’adjoint. C’est donc le président qui est le vrai premier ministre. D’où l’histoire de rapports impossibles entre le président et le premier ministre depuis Jacques Chirac. Dans le livre [de Davet et Lhomme – ndlr], on voit bien que le président fait tout, même relire des interviews de ministres du gouvernement avant qu’elles ne soient publiées dans un quotidien !En même temps, et c’est tout le paradoxe, le quinquennat produit de l’isolement : si toute la majorité, élue à sa traîne, dépend du président, il n’y a plus que lui qui compte. Cela fait descendre le président d’un étage et en même temps cela crée de la distance : le quinquennat a changé le rôle du président et a encore, un peu plus, déséquilibré les institutions au profit de l’exécutif, et au détriment du législatif. Cela donne un débat atrophié. C’est la démocratie peau de chagrin.Est-ce ce mélange de dépendance et d’isolement qui explique, selon vous, les phrases de François Hollande sur le « crétinisme parlementaire » ou bien sur son « pouvoir relativement absolu » qui lui permet, dit-il, d’« imposer à son camp (…) des politiques » ? On vient d’en parler ! C’est pourquoi cette réforme du quinquennat est très grave et qu’elle appelle aujourd’hui à une évolution institutionnelle. Cette correction est obligatoire. Sinon, on aura toujours des présidents qui feront plutôt des dépêches de l’AFP que de grandes visions de l’avenir du pays. Qui passeront plus de temps à surveiller le moindre communiqué de presse d’un secrétaire d’État plutôt qu’à préparer les grands enjeux internationaux. Il faut corriger cela.

Dans votre système, on ne voit pas très bien le rôle que doit jouer le chef de l’État, sauf à en faire un président à l’allemande. C’est très simple. La politique internationale fait toute la différence. La voix de la France dans le monde a existé, les Français en ont besoin et y sont absolument attachés. On peut le regretter, mais c’est ainsi que je conçois les choses. Je suis pour un président qui assume totalement cette fonction, qui ait une parole plus rare mais qui, quand il parle aux Français, donne du sens. Plus cette fonction est mal occupée, parce que le président est obligé de tout faire, dans la machinerie et dans les soutes, plus les Français sont mal à l’aise.Justement, dans « Un président ne devrait pas dire ça… », les passages qui mettent le plus mal à l’aise sont ceux relatifs à la politique étrangère, quand il parle avec Alexis Tsipras ou rapporte une conversation avec Vladimir Poutine… François Hollande serait-il compatible avec la fonction présidentielle telle que vous la concevez ?Dans mon projet, ne peut être élu que celui qui porte cette vision-là du président. Il faut réfléchir au succès d’Alain Juppé. Ce n’est pas ce qu’il propose qui séduit : ce qu’il propose est horrible ! C’est la palme d’or du film d’horreur. Mais je crois qu’il renvoie inconsciemment à la figure présidentielle que je décris. À tort ou à raison, et je pense plutôt à tort. Parce que le président dont je parle doit être plutôt en empathie avec la société, et qu’il ne va pas imposer les choses.Tout de même, partagez-vous l’analyse de Claude Bartolone, le président de l’Assemblée nationale, qui juge que François Hollande a désormais un problème « d’incarnation » ? Ce n’est pas le sujet. Le sujet, ce n’est pas l’incarnation, c’est la fonction présidentielle qu’il faut corriger. François Hollande ne manque pas de procureurs. Et trop de procureurs divertit du vrai problème.Que faut-il corriger ? Cela se joue, à mon avis, sur les articles 9 et 19 de la Constitution, comme le développe à juste titre [le constitutionnaliste] Dominique Rousseau. Je ne suis pas certain que le président ait intérêt à présider le Conseil des ministres, qui est l’organe institutionnel de base de la quotidienneté. Cela devrait être le premier ministre. Mais s’il souhaitait conserver ce rôle de supervision, à tout le moins pourrait-on toucher à l’article 19. Certains actes devraient procéder du seul premier ministre.

Lesquels ?

Un certain nombre de nominations par exemple. Mais aujourd’hui, les esprits ne sont pas mûrs. On espère simplement restituer le président dans sa grandeur perdue en remettant le septennat. Cela ne changera rien ! Cela ne réglera pas le problème, identifié à l’époque, de l’alternance éventuelle : on restaure le souverain dans sa puissance perdue mais on l’entrave pendant deux, trois, quatre ans… C’est contradictoire. Et donc stupide.Par ailleurs, le problème n’est pas la durée du mandat mais la nature des pouvoirs. Je ne cherche pas à ce que le président ait moins de pouvoir. Pour rendre lisible la vie politique, il doit être concentré sur la place de la France dans le monde, et défendre trois priorités. Et non réciter le catalogue de La Redoute qu’est devenue l’élection présidentielle !Ne faut-il pas, aussi, rééquilibrer les pouvoirs ? Bien sûr ! Si vous remettez le président à l’étage auquel il doit être, il faut, parallèlement, retravailler l’articulation exécutif/législatif. Il faut la régler par le mode de scrutin, ou le 49-3.

En le supprimant ? 

À part sur les questions budgétaires, le 49-3 est un outil obsolète – en tout cas dans le système dont je vous parle. Le 49-3 est un musèlement et donc un système de défiance vis-à-vis du Parlement, qui nourrit le déséquilibre du couple exécutif/législatif.Après, il y a toute la procédure de fabrique de la loi à revoir. Les décisions de l’exécutif doivent être beaucoup plus irriguées par des processus de démocratie continue : en amont de la fabrication des normes, avec des consultations véritables et, en aval, avec des procédures d’évaluation ouvertes et indépendantes.

Comment cela pourrait-il se passer pour un projet de loi ?

Il faut tout changer. Prenez un grand texte comme la loi sur le travail. Vous commencez par un débat d’orientation à l’Assemblée sur le projet du gouvernement. On ne le découvre pas dans Le Parisien, mais quand le gouvernement vient, en commission, expliquer ses grandes options sur la base d’une étude d’impact circonstanciée. À ce moment-là, la décision ne doit pas être finalisée.Ainsi, on évite à l’exécutif, dont le stylo est peut-être allé trop vite, de faire des bêtises. Et vous alertez la société avant le vote. Deux ou trois mois après, vous organisez le débat législatif. Vous pouvez alors vous passer des navettes parlementaires parce que le texte aura été bien mieux préparé. Cela existe à l’étranger, en Allemagne, en Belgique, en Suède, en Finlande…C’est très facile à faire et cela change tout. L’exécutif abandonne de fait la prétention qu’il a à avoir raison, envers et contre tout, puisqu’il présente son texte, le justifie, à un moment où tout n’est pas ficelé et où il peut encore bouger. Ce n’est plus un pouvoir tutélaire qui dit à la société “voilà comment cela va passer” ; c’est un pouvoir qui dit ce qu’il croit et ce qu’il veut, mais qui se met en débat.

En même temps, on voit bien aussi les résistances qui peuvent s’organiser, venues des politiques, de l’exécutif, mais aussi des hauts fonctionnaires. Comment expliquez-vous la force de ces résistances ?La vraie question démocratique se joue à quatre niveaux : le président de la République, les rapports gouvernement/Parlement, la démocratie continue dans l’élaboration de la loi et, enfin, la haute administration.Sur ce dernier point, malgré la réforme en cours de l’ENA, je pense que la formation des cadres supérieurs de l’État doit être profondément revue. Il faut apprendre aux futurs hauts fonctionnaires qu’ils n’ont pas toujours raison, et éviter de leur dire qu’ils sont les meilleurs. Il faut leur apprendre le service – le service de la nation, pas de l’État – et les méthodes collaboratives. La curiosité, le doute et l’esprit critique, voilà les trois valeurs qui devraient être au cœur de la formation de l’ENA et qui militeraient pour faire évoluer l’ENA vers un modèle de grande université spécialisée.Il faut également de la diversité sociologique, et par des quotas. L’économiste Jean Pisani-Ferry par exemple a proposé qu’on nomme 25 % de hauts fonctionnaires de l’État qui ne soient pas issus de la haute fonction publique. Enfin, il faut du spoil system [qui veut qu’on remplace les hauts responsables de l’administration à chaque alternance – ndlr].Vous avez remis un rapport sur la réforme des institutions au président de la République avant l’été. Oui, j’ai fait 200 à 300 propositions.

Quel retour vous a-t-il fait ?

Il n’a pas eu le temps de me faire des retours. Lors du colloque sur les institutions à l’Assemblée [organisé en octobre – ndlr], j’ai senti que le président avait envie de bouger sur la fabrique de la loi. Sur le reste, c’est très timide.Pourtant, c’est la logique globale qui est essentielle. Cela fait système : un président qui remonte à l’étage où il doit être ; un rapport Parlement/gouvernement positionné différemment, avec de vrais outils de dialogue ; une fabrique de la loi beaucoup plus ouverte ; une haute administration qui a les outils conceptuels de la démocratie continue.PAR LÉNAÏG BREDOUX ET CHRISTOPHE GUEUGNEAU

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Syndicalisme et FN : Laurent Berger très remonté contre Hollande

paris-matchLe secrétaire général de la CFDT, Laurent Berger, juge les programmes de la droite «délirants» et fustige le «bal des ego» au PS. Il n’a pas apprécié certains commentaires de François Hollande, dévoilés dans le livre «Un président ne devrait pas dire ça».

Paris Match. La CGT dénonce «une baisse artificielle» du chômage en septembre. Et vous?
Laurent Berger. Un mois, il augmente de 50 000, le suivant il baisse de 60 000. Ce qui est important, ce n’est pas commenter les courbes, mais de parler de la situation des chômeurs aujourd’hui, des dispositifs d’accompagnement. Le chômage de masse reste anormal. Au lieu de cela, on parle du chômage comme si c’était un match de football sur lequel on pourrait se contenter de pronostiquer et commenter. Au contraire, il faut agir pour créer de l’emploi et aider les chômeurs.

Sans compromis en tout-terrain : le nouvel Amarok équipé d’un moteur V6 combine tout ce que vous pouvez attendre d’un véhicule !

Des programmes des candidats à la primaire de droite lequel jugez-vous le plus pertinent?
La CFDT n’est pas une agence de notation pour la campagne des primaires puis pour la présidentielle, qui distribuerait bons et mauvais points. Nous voulons que les candidats parlent mieux du monde du travail. Pour y parvenir, nous avons lancé «Parlons travail», une grande enquête à laquelle 106 000 personnes ont déjà répondu, plus que nous l’espérions. Et cette enquête est toujours en ligne (www.parlonstravail.fr). Dans les programmes des candidats, rien n’est proposé sur les transitions numériques ou écologiques, aucun enjeu du futur n’apparaît dans les programmes. Personne ne parle non plus de la place du citoyen dans l’exercice du pouvoir demain. Il est très dangereux de faire croire que tout sera résolu par un homme providentiel ou une femme providentielle.

Tous veulent supprimer de nombreux fonctionnaires, jusqu’à 600 000. Y êtes-vous favorable?
C’est du mensonge et de la manipulation. Il est scandaleux de pointer les fonctionnaires comme les responsables de notre situation actuelle. A parler de fonctionnaires, on ne parle plus des métiers, des enseignants, des policiers, des agents hospitaliers, de ceux qui collectent notre impôt… Ils sont pourtant la richesse de notre cohésion sociale et de notre modèle républicain. Les coupes d’effectifs annoncées sont délirantes. Quand ils annonceront moins de remplacements d’enseignants, moins de services publics, d’action sociale, les gens réagiront.

« 90% des élus syndicaux en entreprises continuent d’exercer leur activité professionnelle »

Ils envisagent également développer le référendum en entreprises pour mettre fin aux 35 heures… Regrettez-vous votre soutien à ce dispositif?
Plusieurs candidats veulent se passer des organisations syndicales dans l’entreprise. C’est insupportable. L’usage qu’ils veulent faire du référendum, c’est l’inverse de celui inscrit dans la loi Travail, qui prévoit cette consultation à la suite de la signature d’un accord qui ne peut être signé que par une organisation syndicale.

Alain Juppé veut que les syndicalistes passent la moitié de leur temps à exercer leur métier car il en a vu «trop déconnectés de la réalité de l’entreprise». Vous sentez-vous visé?
Il dit aussi qu’il faut limiter le nombre de mandats… Je rappelle que plusieurs candidats à la présidentielle, à droite comme à gauche, sont depuis si longtemps dans le système politique qu’ils ont connu plusieurs secrétaires généraux de la CFDT, qui eux sont passés à autre chose. Ces propos sont stigmatisants, 90% des élus syndicaux en entreprises continuent d’exercer leur activité professionnelle.

Après la prime embauche PME que vous avez dénoncée, le gouvernement prévoit, dans le projet de budget, de leur faire bénéficier d’un taux très bas d’impôt sur les sociétés. Cette mesure est-elle efficace?
Les primes à l’embauche, comme plusieurs exonérations de charge, ont engendré des effets d’aubaine, difficiles à mesurer. Il faudrait exercer un contrôle social de ces dispositifs d’aides aux entreprises afin de s’assurer de la bonne utilisation de l’argent public. Plutôt que de baisser le taux d’impôt sur les sociétés, il faudrait une réforme de la fiscalité. Cette majorité l’avait annoncée, mais elle ne l’a pas faite. Il n’y aura plus de place demain pour les bricolages des uns et des autres.

Seuls 4% des Français soutiennent l’action du président de la République, selon le Cevipof. Pourquoi cette impopularité historique?
Elle s’explique par le manque de sens donné aux réformes entreprises et par un livre sidérant. Les gens ont l’impression que les mesures se superposent sans cohérence. Le pouvoir est incapable de montrer la finalité de son action dans dix ans.

Dans un livre*, François Hollande vous qualifie de «type très malin, très courageux». Ces compliments entament-ils votre crédibilité?
Je n’attends pas du Président de la République des commentaires sur ma personnalité. Je n’en ai que faire. L’ultra-transparence n’est pas bonne pour cette fonction. La seule chose qui m’intéresse, c’est la situation des salariés.

Valls, Royal, Taubira… La gauche se livre au jeu des recours, qu’en pensez-vous?
Les partis politiques n’ont pas réfléchi à l’état de la France. Ils n’ont, par conséquent, construit aucun projet. Faire croire qu’il ne s’agit que de volonté personnelle est une manière d’éluder l’enjeu. Nous voudrions un regard lucide sur l’état de notre pays : il suffit de lire le dernier rapport de France Stratégie pour comprendre que le pays fait face à un double problème : les inégalités et l’absence de perspectives. Si le PS préfère le bal des égos à la réflexion sur les idées, c’est son affaire.

« Faire porter la responsabilité de la montée du Front national sur les syndicats est exaspérant »

Jean-Luc Mélenchon, dans notre dernier sondage, fait jeu égal avec le candidat du PS. Craignez-vous l’éclatement du PS?
Ce n’est pas mon problème. Nous interpellerons les candidats au début de l’année prochaine. Nous avons vu Emmanuel Macron, comme Nicolas Sarkozy et Alain Juppé. La CFDT est disponible pour rencontrer ceux qui le veulent.

François Hollande dans le même livre dit que les classes populaires votent FN par «manque d’éducation» et parce qu’il n’y aurait pas «de syndicats forts, (…) en mesure, en milieu ouvrier, de dire « attention »»…
C’est faux. Je viens des classes populaires, mes parents sont issus du milieu ouvrier et, avec leurs amis et leurs collègues, ils ont toujours défendu des valeurs de tolérance et d’ouverture. Faire porter la responsabilité de la montée du Front national sur les syndicats est exaspérant. La CFDT pointe sans cesse les risques que fait peser ce parti. Parler d’un problème d’éducation, c’est aussi faire insulte aux classes populaires. Les responsables politiques eux-mêmes ne sont pas toujours clairs sur les questions de tolérance et d’antiracisme.

La CFDT n’avait pas donné de consigne de vote en 2012, mais a appelé à battre le FN en 2002 et en 2015 aux régionales. Recommenceriez-vous?
Nous recommencerions. Mais le candidat qui serait face à Marine Le Pen, s’il est élu, n’obtiendrait pas notre blanc seing sur sa façon d’exercer le pouvoir. Il manque aujourd’hui un attachement aux valeurs de notre pays, qui ont fait sa grandeur et lui ont permis de combattre ses zones d’ombre. Nous n’avons pas été à la hauteur sur l’accueil des migrants, par exemple. Il faudrait que tous les intérêts divergents soient entendus pour parvenir à un compromis démocratique. J’appelle la classe politique à se ressaisir pour la campagne présidentielle. Il n’est pas trop tard pour cesser les invectives et pour proposer des modèles de développement au pays.

Les chantiers navals de Saint-Nazaire, votre région d’origine, vont être cédés par STX en faillite. Défendez-vous une nationalisation?
Il faut un repreneur industriel européen pour STX France. La nationalisation n’aurait aucune utilité puisque l’Etat dispose déjà d’une minorité de blocage.

iTélé est en grève depuis près de deux semaines. Soutenez-vous ce mouvement?
Je soutiens le mouvement. La direction ne peut pas dire à la majorité des salariés qui ne sont pas d’accord avec elle de quitter l’entreprise. Ils ont réagi en termes éthiques. Je ne crois pas que l’on puisse faire évoluer une entreprise sans écouter ses salariés.

Les élections pour les représentants des 4,5 millions de salariés des TPE auront lieu du 28 novembre au 12 décembre. Comptez-vous battre la CGT pour la première fois?
Nous connaîtrons en mars la nouvelle mesure de représentativité dans le privé. Je ne veux pas faire de pronostics, mais je constate que notre type de syndicalisme intéresse. Nos progressions dans beaucoup d’entreprises, comme les Galeries Lafayette récemment, le prouvent. Pour les TPE, nous faisons campagne en expliquant tous les droits que la CFDT a déjà obtenus pour ces salariés et en nous battant pour qu’être salarié d’une petite entreprise ne soit pas synonyme de petits droits.

Interview Anne-Sophie Lechevallier

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Jérôme Quéré, président des Jeunes Européens en France : Débat de la primaire : la droite française a-t-elle oublié l’Europe ? .

EuractivLes organisateurs avaient indiqué que l’avenir de l’UE serait l’un des trois thèmes centraux du second débat de la primaire à droite. En réalité, aucune question relative à l’Europe n’a été posée.

Les 7 candidats ont oublié que la France fait partie de l’Union européenne. Sécurité, lutte contre le terrorisme, droit d’asile, diplomatie, pas une seule proposition d’action continentale n’a vu le jour sur ces questions. Le projet de la droite française pour la poursuite de la construction européenne semble moins important que les conditions du soutien de François Bayrou à Alain Juppé. Les candidats s’accordent plus ou moins sur une même politique sécuritaire couteuse. Mais la mise en commun des procédures, des forces de sécurité et de la justice au sein de l’Union n’a pas intégré leur programme. C’est grave, lorsque l’Union entend justement constituer une force armée européenne.

Les rares références à l’Europe entendues dans la salle Wagram ont eu une connotation ouvertement négative. Pour l’exemple, citons Alain Juppé. Il se dit prêt à rétablir les frontières nationales si l’Union ne protège pas plus efficacement celles de l’espace Schengen. Rappelons que l’UE a déjà créé un corps de gardes-frontières européen, mais n’a pas reçu beaucoup de soutien des politiques nationaux. Rappelons également que la Grèce et l’Italie demandent un soutien accru des États membres pour protéger notre espace commun.

Jean-Frédéric Poisson a au moins le mérite d’être ouvertement souverainiste. Pour les 6 autres candidats, nous ne comprenons pas. Depuis quand la Droite française considère-t-elle une politique européenne ambitieuse comme un boulet électoral ?

Un troisième débat reste à venir dans cette primaire. Aucun sujet européen n’a été annoncé. En d’autres termes, les responsables politiques concernés souhaitent « mettre tous les sujets sur la table », excepté l’avenir de l’Europe.

Jérôme Quéré

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Der Irrglaube an die Privatisierung

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Gaël Brustier : «Mais qui est Paul Magnette, l’homme qui dit non au CETA ?»

le-figaroFIGAROVOX/DÉCRYPTAGE – Le sort du traité de libre-échange UE/Canada est suspendu suite à son rejet par le gouvernement de Wallonie. Pour Gaël Brustier, Paul Magnette, chef socialiste de la région francophone, dit beaucoup de l’avancée de la crise en Europe. Le CETA, traité de libre-échange entre le Canada et l’Union européenne, qui devait être signé le 27 octobre prochain, vient de subir un coup qui pourrait lui être fatal si on faisait l’impasse sur l’extraordinaire puissance de ses promoteurs et partisans. 

Vendredi, la ministre canadienne en charge du dossier, se déclarant «triste» des conséquences de la décision wallonne de refuser à son gouvernement la possibilité de signer le CETA, est repartie dans son pays. Elle constatait ainsi publiquement l’impasse dans laquelle se trouve pour l’heure ce projet de traité de libre-échange. Signé ou non ultérieurement, ce refus du dirigeant socialiste wallon Paul Magnette à l’encontre du CETA revêt une dimension politique forte, dans une période où l’on pense la gauche européenne éteinte et inéluctablement soumise à une acceptation béate de la mondialisation.

Jusque-là, le CETA, négocié entre l’Union européenne et le Canada, n’était en effet pas au centre du débat public. Négocié entre l’UE et un pays dont l’économie certes importante mais sans commune mesure avec ce que représentent de puissance les États-Unis d’Amérique, il avait été éclipsé par l’enjeu colossal du TAFTA-TTIP. C’est en en effet cet autre traité, dont les négociations «n’engagent plus la France» après que notre pays, par la voix de son secrétaire d’État au Commerce extérieur, un autre socialiste aux convictions européennes, Matthias Fekl, en a demandé la «fin» courant septembre, qui a focalisé attention et critiques.

Cette fois, c’est de Wallonie qu’un coup potentiellement mortel a été porté à ce traité. Paul Magnette, ministre-président de cette région fédérée du Royaume de Belgique affirme avoir simplement demandé «un peu de temps» en refusant une nouvelle fois de déléguer sa signature au gouvernement fédéral belge. Ce délai demandé par la région wallonne a en fait provoqué une crise majeure au sein de l’Union européenne.

Paul Magnette et le refus du CETA sont de nouveaux révélateurs de l’ampleur d’une crise qui atteint l’Union européenne, le cœur de ses politiques et permet d’entrevoir ce que sera le cœur du discours qui succédera à celui de la gauche depuis les années 1980.

Paul Magnette, de la science politique à la politique : Professeur de science politique, Magnette a acquis très jeune un prestige et une réelle aura dans la science politique européenne.

Paul Magnette, né en 1971, est aujourd’hui ministre-président de la Région wallonne. Avant de devenir responsable politique, Paul Magnette a d’abord eu une carrière universitaire de premier plan. Professeur de science politique, Magnette a acquis très jeune un prestige et une réelle aura dans la science politique européenne, en développant en quelques années une véritable œuvre universitaire consacrée à l’intelligence du processus d’intégration européenne de ses origines (Conférence de Messine, 1955) au traité de Lisbonne. Son impressionnante bibliographie recèle des réflexions d’une rare intensité et en fait un des rares responsables politiques qui associe à sa pratique des institutions européennes une dimension intellectuelle et théorique sophistiquée.

Personnalité respectée de l’Université, Paul Magnette a d’abord été chargé par Elio di Rupo, alors patrons des socialistes belges, de mettre de l’ordre à Charleroi, où des affaires de corruption entachaient l’image du Parti Socialiste et mettaient en péril son hégémonie politique locale. Elio di Rupo confia ensuite à Paul Magnette un portefeuille ministériel en Wallonie, avant sa nomination au gouvernement fédéral au ministère du Climat et de l’Énergie. En quelque mois, le jeune universitaire devenait l’étoile montante du Parti Socialiste en Belgique.

Parti au très fort encadrement, extrêmement présent dans la vie sociale wallonne, doté d’une pratique quotidienne de la politique sans commune mesure avec ce que nous en connaissons en France, le PS de Wallonie a longtemps pu faire face aux mutations économiques sans en ressentir les conséquences électorales subies par nombre de ses homologues de la famille social-démocrate européenne.

Professeur de science politique plongé presque subitement dans l’arène politique, wallonne, belge et européenne, Paul Magnette apparaît très tôt, dans une Belgique en plein bouleversements institutionnels, dans une Europe vivant désormais les conséquences d’une crise protéiforme devenue depuis une crise de régime, et au sein d’un PS devant trouver les ressorts d’une stratégie lui évitant de subir l’érosion constatée ailleurs dans l’UE, un acteur prédisposé à jouer un rôle majeur dans la vie politique de son pays et de l’Union européenne.

Paul Magnette, un wallon dans la crise

Spécialiste des questions européennes, c’est pourtant au niveau local que Paul Magnette a fait son entrée en politique. Très tôt conscient de l’impérieuse nécessité qu’il y avait à repenser la stratégie du Parti Socialiste en Wallonie et en Belgique ainsi que la stratégie et le projet Wallonie qui, dotée de davantage de pouvoirs au sein de la Belgique était, au niveau fédéral, désormais confrontée à la montée en puissance de la Flandre et d’un discours affirmant sa singularité, ses exigences politiques et ses priorités à l’échelle européenne. Si Paul Magnette, socialiste aux préoccupations écologistes et européen aux exigences démocratiques, apparaît comme la grande figure politique de la Wallonie, véritable négatif de celle du chef de la NVA, Bart de Wever, le maire d’Anvers qui domine la vie politique en développant un discours droitier, d’affirmation identitaire de la Flandre, de régionaliste économique aux relents xénophobes, presque idéal-typique des droites radicales européennes aux relents régionaux-identitaires… Magnette et De Wever incarnent chacun deux réponses à la crise.

Toutefois, pour exceptionnels que soient les pouvoirs de la Wallonie en matière internationale dans un cadre institutionnel fédéral national, il est significatif que le «temps» demandé par son ministre-président se transforme en une crise politique au sein de l’Union européenne, crise politique révélant en fait une crise de régime contaminant les institutions européennes et le cœur de leurs politiques.

Parfait connaisseur de l’Union européenne, très attentif et actif acteur de ses institutions, Paul Magnette peut-il n’avoir pas mesuré les conséquences de son geste politique? Assurément pas. Le tollé provoqué par sa décision était probablement un des objectifs (sans doute secondaire) définis par le ministre-président de Wallonie. Paul Magnette partage avec son collègue espagnol Pablo Iglesias ce rare talent faisant de lui à la fois un excellent politiste et un fin politique, trop conscient de la fragilité actuelle des régimes politiques nationaux et de celui de l’Union européenne pour ne pas avoir su très tôt que sa décision ne heurterait pas seulement le gouvernement fédéral belge mais pourrait embraser la vie politique de l’UE.

L’un des ouvrages les plus importants de Paul Magnette est incontestablement son Régime politique de l’Union européenne, paru aux Presses de Science Po, dont les différentes éditions témoignent d’un effort de mise à jour constant renforçant sa puissance d’analyse. En 2009, confiant dans le régime politique de l’UE, il écrivait que l’Union européenne, même «quand elle protège et préserve les prérogatives de ses Etats-membres avec un luxe de précautions procédurales inégalé, peut laisser un espace réel à l’expression du parlement et à la confrontation des visions du monde». De vision du monde, il est évidemment davantage question dans une période où les évidences d’hier, les idéologies qui accompagnaient le monde d’hier, sont fragilisées quand elles ne s’effondrent pas. La politique devient davantage encore l’affaire de visions du monde, de confrontation d’explications de celui-ci, d’idéologies en somme.

La crise, dans sa dimension «organique», selon ce qu’en disait Gramsci, est en effet un moment de dissociation entre structure et superstructure. La Wallonie, largement victime de désindustrialisation, est un terrain de mutations idéologiques d’ampleur. Le rapport à la mondialisation, dans les régions industrielles, souvent devenues des régions désindustrialisées dans l’ouest de l’Europe, n’en est que plus important.

Les «opinions publiques» demeurent pour l’essentiel nationales, faisait remarquer Paul Magnette en 2009. Si le Parlement européen monte en puissance, l’UE ne peut faire l’impasse sur ce qui se passe dans la société civile de chaque pays membre.

Le contexte wallon explique la ligne politique des socialistes de cette région :Le PS wallon bénéficie de son enracinement dans la vie sociale qui le tient informé des soubresauts de l’opinion.

Le PS wallon bénéficie de son enracinement dans la vie sociale qui le tient informé des soubresauts de l’opinion. Cependant, depuis peu, il est concurrencé sur sa gauche par un parti, le Parti du Travail de Belgique, aux origines puisant dans le gauchisme des années 1960 et dans une version belge du maoïsme. Ce parti a opéré récemment des percées électorales. Il obtient fréquemment des scores importants en termes d’intentions de vote, parce qu’il a opéré une réelle adaptation au contexte de crise actuel. Le PS belge, désormais confronté à une concurrence sur sa gauche, n’a d’autre choix que de faire muter son discours. Toutefois cette réalité politique et électorale nationale belge rencontre une autre réalité, liée à un mouvement plus vaste de politiques jugées indifférenciées en matière économique et sociale, associées à une dimension post-démocratique en rapport avec le développement de la globalisation.

Crise de régime de l’Union européenne 

«Il est devenu trop simple, et politiquement peu utile, aujourd’hui, de dénoncer la persistance des réflexes nationalistes chaque fois que le projet européen apparaît rejeté» écrivait Paul Magnette en 2009. Bien avant cette période, le «mythe Europe» avait perdu de sa puissance. Les référendums sur les différents traités se soldaient souvent par des échecs, des mouvements sociaux et le mouvement altermondialiste se saisissaient de l’enjeu européen pour contester le contenu (sinon le contenant) du cadre européen, sans compter les droites extrêmes européennes qui, parfois en contradiction avec leur propre histoire, tentaient d’installer leur monopole dans cette contestation.

Les effets de la crise de 2007-2008 se sont progressivement propagés au sein de l’Union européenne et de ses États membres, faisant muter les équilibres de pouvoir entre institutions et fragilisant le consentement des populations au contenu des politiques menées. Rappelant donc que les véritables moments de crise sont ceux qui ont une dimension idéologique véritable, l’onde de choc de cette crise à l’origine financière a désormais des conséquences.

La politique commerciale est une des politiques emblématiques de l’Union européenne. Certes les États et leurs parlements peuvent, selon des critères évidemment très restrictifs, avoir leur mot à dire. Cependant, c’est bien l’Union européenne et son Commissaire européen en charge de ce secteur qui mènent cette politique.

La gauche européenne, et particulièrement la social-démocratie, a conclu avec le projet d’intégration européenne, compris comme un tout comprenant contenu et contenant, c’est-à-dire son organisation institutionnelle et ses politiques publiques, un «pacte faustien» pour reprendre l’expression de Fabien Escalona et Mathieu Vieira, spécialistes de cette famille politique. Alors que les droites triomphent en apparence, cette évolution du rapport au monde et à la politique, que révèlent les prises de positions de jeunes responsables gouvernementaux appartenant à la social-démocratie, pour lesquels l’Europe est une évidence comme cadre d’action, révèle une évolution idéologique de ce camp à prendre en compte.

Socialiste et européen, spécialiste du processus d’intégration européenne, Paul Magnette s’est investi dans un parti, le PS belge qui, pour être proche du peuple n’a jamais fait assaut de gauchisme ou d’esprit anti-européen. Son geste politique est celui d’un dirigeant wallon confronté à l’impérieuse nécessité de défendre sa Région au sein de la Belgique, d’un dirigeant socialiste soucieux de voir sa famille politique conserver sa place centrale dans la vie politique wallonne. De Charleroi au CETA, Paul Magnette sent que, selon le contexte, la personnalité et la force d’analyse d’un seul acteur, peut influer sur le cours d’événements d’une complexité de plus en plus grande.

En 2009, il écrivait ainsi: «c’est que, avec un certain recul, il m’apparaît que dans l’Union [européenne] comme dans la Sicile de Lampedusa, ‘il faut que quelque chose change pour que tout reste comme avant’». Et si, par son geste cherchant à changer quelque chose, Magnette n’avait pas au contraire confirmé le fait que tout est en train de changer. Il confirme que l’État est un champ de bataille où s’affrontent plusieurs visions du monde. Il révèle avec le CETA, ce que nous comprenions de l’affaire du TAFTA: la social-démocratie est également un champ de bataille. Il laisse cependant ouverte une question centrale: l’Union européenne est-elle un champ de bataille? De la réponse à cette question dépend la capacité à réaliser un projet politique alternatif en Europe…

Gaël Brustier est docteur en Science politique. Il est notamment l’auteur de Le Mai 68 conservateur – Que restera-t-il de la Manif pour tous? (éditions du Cerf, 2014). Son dernier livre À demain Gramsci vient de paraître aux éditions du Cerf.

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